* MARIA mit Josie und Diego

Solange ich denken kann, habe ich mir immer einen Hund gewünscht, obwohl ich das Glück hatte, mit einer Menge anderer Tiere wie Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Mäusen aufzuwachsen.

 

 

Als ich 13 Jahre alt war, zog unsere erste Hündin Dixi bei uns ein. Ein „Second-Hand-Hund", der nicht bei seiner Familie bleiben durfte. Einen besseren ersten Hund hätten wir nicht bekommen können und es war klar, dass ihr weitere Hunde folgen würden, die ihr Zuhause verloren hatten. Mit 16 holte ich einen zweiten Hund aus dem Tierheim, mit dem wir damals maßlos überfordert waren. Hätten wir die vielen Informationen über seine Vorgeschichte bereits vor der Vermittlung erhalten, hätten wir sicher einigen Problemen vorbeugen können. Wir waren die siebten Besitzer des damals sechs Monate alten Riesenschnauzer-Boxer-Mischlingsrüden. Zuletzt wurde er vom Tierschutz aus einem Keller befreit, in den er eingesperrt war. Nach vielen Versuchen unserem Riesenbaby zu helfen mussten wir aufgeben, denn wir waren ihm einfach nicht gewachsen. Tierpsychologische Unterstützung brachte uns keinen Erfolg und so gaben wir ihn letztlich schweren Herzens an einen Hundetrainer ab.

 

 

Als ich von Zuhause auszog und Dixi bei meiner Familie blieb, hielt ich es kaum ohne einen Hund aus und so holte ich schnell die kleine Josie (*2001) aus dem örtlichen Tierheim. Anfang 2009 kam ich über einen Verein, der sich damals vor allem um spanische Notfälle kümmerte, zum Auslandstierschutz. Damals war ich eigentlich schon in einen anderen Hund (Diego) verliebt, nahm aber den ersten Pflegehund auf, der als Notfall auf der Liste stand und nur noch drei Tage leben sollte. Als er in ein schönes Zuhause vermittelt war und sich das Leben mit zwei Hunden als echte Bereicherung entpuppt hatte, durfte noch am gleichen Wochenende der zweite eigene Hund - Diego (*2008) aus Spanien - einziehen. Es folgten noch drei Pflegewelpen bis zur Vermittlung in ihre endgültigen Familien.

 

Heute zählen außer Josie und Diego noch zwei Zwergkaninchen und zwei Wüstenrennmäuse aus dem Tierheim Bielefeld zu meinen vierbeinigen Mitbewohnern. 

 

Aus beruflichen Gründen ist mir die Aufnahme weiterer Pflegehunde nicht möglich, jedoch möchte ich nicht untätig sein und mich entsprechend meiner Möglichkeiten für notleidende Tiere einsetzen. So habe ich mich mit einigen Freunden zusammengeschlossen und wenn jeder von uns nur ein bisschen hilft, dann können wir viel bewegen...

 

 

Tierschutz ist ein wichtiges Thema und geht uns alle etwas an! Es begegnet uns an vielen Stellen in unserem Leben und beschränkt sich nicht nur auf die Betreuung von (un-)geliebten Haustieren. So bin ich seit 2003 Vegetarierin, verzichte seit 2012 auf Milchprodukte und setze mich mit weiteren Tierschutzthemen auseinander. 

 

Viele Grüße

 

Maria Potzler

 

KONTAKT: Maria.Koenke@freunde-fuer-tiere-in-not.de